Sollte der linke Navigations Frame fehlen, dann klicken Sie hier


 

Abbaustellenprojekt

Von Wunden in der Landschaft zu Naturparadiesen


 

In einer Runde aus Vertretern der Trägergemeinschaft Heide-Allianz Donau-Ries, dem Bayerischen Naturschutzfonds, dem Geopark Ries e. V., der Regierung von Schwaben und der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Donau-Ries wurde der Bescheid zum aktuellen Projekt „Abbaustellen im Landkreis Donau-Ries - Von Wunden in der Landschaft zu Naturparadiesen“ übergeben. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Naturschutzfonds u.a.  aus Zweckerträgen der GlücksSpirale. Den symbolischen Förderscheck übergab der Vorstand des Bayerischen Naturschutzfonds, Georg Schlapp an die Vertreter der Heide-Allianz Donau-Ries und des Geopark Ries e. V.. Unsere Vereine beteiligen sich im Rahmen der Heide-Allianz Donau-Ries  mit namhaften finanziellen Beiträgen, um den erforderlichen Eigenanteil  bei der Finanzierung sicher zu stellen.

 

Das durch einen Meteoriteneinschlag entstandene Nördlinger Ries ist mit seinen hochwertigen Kalk- und Sandmagerrasen, Flussauen und Eichen-Hainbuchen-Wäldern ein „HotSpot“ der biologischen Vielfalt in Bayern. Verknüpft mit Kalkmagerrasen und Wacholderheiden und teilweise im bewaldeten Bereich finden sich dort viele ehemalige Abbaustellen von Suevit, Sand und Kalkstein. Durch diese räumlich eng begrenzten Sonderstandorte sind die darauf vorkommenden Tier- und Pflanzenarten insbesondere durch Verinselung akut gefährdet.

Durch den Meteoriteneinschlag vor 15 Mio. Jahren findet man im Ries verschiedene Biotoptypen eng nebeneinander. Diese Lebensraum-Vielfalt soll mit diesem Projekt auch weiterhin geschützt werden.

Die Förderung blütenreicher Extensivflächen im Umfeld der Abbaustellen wird als wichtige Ergänzung für Insekten angesehen. Insbesondere sollen sich blütenreiche Mähwiesen entwickeln, die im Landkreis Donau-Ries sehr selten geworden sind und eine wesentliche ökologische Ergänzung zu den Komplexbiotopen darstellen.

Die Förderung dient auch dem Zweck, die Bereiche dieser ehemaligen Abbaustellen zu Trittsteinbiotopen auszubauen und einen Biotopverbund mit weiteren wertvollen Lebensräumen zu schaffen. Hierfür werden für die Schäferei wichtige Strukturen wie Triebwege und Pferchflächen optimiert und geschaffen.

Die Arrondierung, Anbindung und Abpufferung der Abbaustellen stellt eine zentrale Rolle im Projekt dar. Je nach Lage der Steinbrüche in den Weiderevieren sollen bestehende Weideflächen ergänzt werden, damit auch weiterhin die Beweidung und Pflege dieser Flächen gewährleistet ist.

Neben den Abbaustellen mit Felsspaltenvegetation, Pionier- und Magerrasen sollen auch wasserführende Kleingewässer gefördert und die wertvollen Sand-Lebensräume naturschutzfachlich entwickelt werden.

Mit dem Vorhaben wird einerseits die langjährig gute Kooperation  unserer Vereine mit mit dem Landkreis Donau-Ries fortgesetzt. Aber durch die Kooperation der Heide-Allianz mit dem Geopark in einem konkreten Umsetzungsprojekt kann nun auch ein vielversprechender neuer Weg beschritten werden. Neben den fachbezogenen Umsetzungen sollen durch das Projekt weitere wichtige Themenfelder aus den Bereichen Geologie, Geopark, Natur und Landschaft, Biodiversität sowie die Bedeutung der Beweidung für die Artenvielfalt und das Landschaftsbild noch bekannter gemacht werden.

 

 

Vertreter der Heide-Allianz Donau-Ries, der Regierung von Schwaben, der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Donau-Ries,

des Geoparks mit dem Vorsitzenden des Bay. Naturschutzfonds Georg Schlapp und Landrat Stefan Rößle (beide mit Scheck ) beim 

offiziellen Projektstart im Keller-Steinbruch. Mit dabei war die kopfstarke Ziegenherde von Max Hartmann. 

Pressefoto: Landkreis Donau-Ries

 
 

Kellersteinbruch  mit naturnahen Umgriff als ein Musterbeispiel für die Aufwertung von ehemaligen Abbaustellen. Lebenssraumoptimierende Maßnahmen 

wurden im Rahmen des abgelaufenen Life+-Projekt der Heide-Allianz  Donau-Ries in den Jahren 2017 und 2018 umgesetzt

Drohnenaufnahme: Foto-Finck

 

zurück