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Bayern-Tour-Natur ein voller Erfolg
 

 
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Trotz großer Hitze kamen 30 Besucher zu der naturkundlichen Wanderung unserer Vereine im Rahmen des vom Bayerischen Umweltministerium initiierten Aktionstages ins Karthäusertal.

Die Exkursion, geleitet von Johannes Ruf und Manfred Sittner, führte zunächst zur Ruine Niederhaus, wo die geschichtlichen Hintergründe dieser einstigen Burg erläutert wurden. Bereits in der Ruine konnte eine botanische Besonderheit, der Färber-Waid, eine Pflanze die zum Blaufärben von Stoffen Verwendung fand, bewundert werden.

 Ruine Niederhaus

Der südexponierte Heidehang des Niederhäuser Berges gab Gelegenheit, den Lebensraum Juraheide mit seinen Bewohnern , die Gefährdung und erforderlichen Pflegemaßnahmen zu erläutern. Alle Besucher waren fasziniert von einer Feldgrille, die Sie hautnah in einer Becherlupe bewundern konnten. Ein Rotrückenwürger präsentierte sich den Exkursionsteilnehmern aus nächster Nähe. Als nächste Station der Wanderung wurde das Feuchtgebiet „Talwiese beim Niederhaus“ angesteuert, wo die Geschichte dieses Schutzgebietes des Rieser Naturschutzvereines und eine Auswahl an Pflanzen der Extensivwiesen vorgestellt wurde. Ein Sumpfrohrsänger ließ seinen charakteristischen Gesang aus niederem Buschwerk hören. Zahlreiche Exemplare der Blauflügeligen Prachtlibelle, einer Libellenart, die zur Fortpflanzung auf

Fließgewässer angewiesen ist, bewunderten die Exkursions-teilnehmer entlang eines Wiesengrabens.
Über den Kalk-Buchen-Mischwald des Gansenberges führte die Wanderung zur beeindruckenden Ruine „Hochhaus“. Auf dem Weg dorthin lernten die Besucher noch einige botanische Besonderheiten, wie z.B. den wilden Hopfen, die Waldrebe, den Wolfseisenhut oder auch Vertreter der Orchideen, wie die Vogelnestwurz und das Weiße Waldvögelein kennen.

 Blauflügel Prachtlibelle

Nach einem geschichtlichen Exkurs über die Geschichte der Ruine Hochhaus und des Klosters Christgarten führte die naturkundliche Wanderung zurück über die Juraheide „Hoher Stein“ mit Blick auf die ausgedehnten Heiden des Albuchs zum Ausgangspunkt der Exkursion. Die Reptilien des Gebietes konnten hautnah anhand aktueller Totfunde auf einem viel befahrenen Feldweg vorgestellt werden. Es sind dies die Zauneidechse und die Blindschleiche.
Bedauert wurde von den Exkursionsteilnehmern, dass das Landschaftsbild dieses schönen Tales durch einen Industriebetrieb stark beeinträchtigt ist.
Zum Abschluss der Exkursion wurden die interessierten Besucher mit Getränken und Informationsmaterial versorgt.

Nördlingen, 18.6.2002

 
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