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Neuauflage der “Flora des Rieses“

der Öffentlichkeit vorgestellt

 

 
ISBN 3-923373-53-8

Nach über 20jähriger Vorarbeit wurde nunmehr im Gewölbe des Rathauses Nördlingen die Neuauflage der Flora des Rieses von Rudolf Fischer vorgestellt.

Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Rieser Kulturtage, Herrn Schiele, schilderte Fritz Klieber, der Leiter des Arbeitskreises Botanik unserer beiden Rieser Naturschutzvereine, den Werdegang der Flora des Rieses und der Neuauflage.

In ungezählten Exkursionen wurden systematisch die Standorte der von Rudolf Fischer einst als äußerst selten oder als sehr selten eingestuften Pflanzen überprüft.

 

Bei den Begehungen wurden auch geschützte und bedrohte Pflanzen erfasst, soweit sie in der Roten Liste gefährdeter Farn- und Blütenpflanzen in Bayern und Baden-Württemberg enthalten sind. Vereinzelt sind vom Arbeitskreis Botanik darüber hinaus Arten registriert worden, die an neuen, unerwarteten Stellen vorkamen. Die Untersuchungsergebnisse wurden in einem mehr als 80seitigen Anhang zur bisherigen Flora des Rieses zusammengefasst.

Eine Liste neu aufgefundener Pflanzen und nicht mehr gefundener oder verschollener Arten ergänzen die Neuauflage der Flora des Rieses. Neu entdeckt wurden 93 Arten. 23 Arten wurden nicht mehr gefunden oder als verschollen angesehen. Ein aktualisiertes Sachverzeichnis und eine Rote Liste gefährdeter Farn- und Blütenpflanzen, einschließlich der geschützten Arten bezogen auf das von Rudolf Fischer bearbeitete Gebiet, runden das Werk ab. Mehr als 50 Mitarbeiter haben ihre Fundortmeldungen an den Arbeitskreis Botanik unserer beiden Rieser Naturschutzvereine weitergeleitet und so zum Gelingen des Werkes beigetragen.

In seinem Grußwort zur Vorstellung der Neuauflage der Riesflora wies der 1. Vorsitzende der bayerischen Botanischen Gesellschaft, Dr. Wolfgang Lippert, darauf hin, dass trotz der vielen Neuentdeckungen im Ries nicht darüber hinweggesehen werden kann, dass sich die Lebensbedingungen für Pflanzen im Ries seit der Erstauflage der Flora des Rieses nicht sichtlich verbessert haben. Viele Fundorte sind auf engem Raum begrenzt. Gerade im Bereich der Feuchtgebiete sind viele Fundorte nur in Schutzgebieten der Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried oder des Rieser Naturschutzvereines. Auch die Standorte auf den Rieser Heiden bedürfen ständiger Pflege, um diese der Nachwelt zu erhalten. Auch hier seien die beiden Rieser Naturschutzvereine vorbildlich tätig.

Besonders würdigte Dr. Lippert die Verdienste von Hobbybotanikern im Allgemeinen. Ohne sie wäre der Wissensstand über die Pflanzenwelt in Bayern katastrophal. Weder finanziell noch personell wären Pflanzenbestandsaufnahmen durch bezahlte Kräfte möglich.

Da die Neuauflage der Flora des Rieses nur in 1500 Exemplaren durch den Verein Rieser Kulturtage in Zusammenarbeit mit der C.H. Beck´schen Buchdruckerei aufgelegt wurde, wird auch dieses Werk in absehbarer Zeit vergriffen sein.

Nördlingen, 18.5.2002

 
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