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Pressemitteilung

 

Heide-Allianz ist angelaufen

 

 

Im Landkreis Donau-Ries ist das Naturschutzprojekt „Heide-Allianz Donau-Ries“ angelaufen. Ziel der Kooperation ist der Erhalt und die Verbesserung der biologischen Vielfalt der Kulturlandschaft. Kooperationspartner ist der Rieser Naturschutzverein, die Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried, die Kreisgruppe Donau-Ries des Bund Naturschutz und das Landratsamt Donau-Ries. Wesentlicher Bestandteil dieses Projektes sind die Schäfer, die mit ihren Herden vor allem die Magerrasenflächen beweiden sollen.

Inzwischen ist die 1. Phase dieses Projektes angelaufen, die im Rahmen einer Förderung des Bayerischen Naturschutzfonds mit einem Projektvolumen von 435.000 € ausgestattet ist.

 

Im Auftrag der Heide-Allianz Donau-Ries hat der Rieser Naturschutzverein bereits 2 Grunderwerbe getätigt:

Am Südhang des sog. Attenbühls bei Niederaltheim erwarb der Rieser Naturschutzverein ein von Hecken eingerahmtes Ackergrundstück, das zu einem Ackerwildkrautreservat weiterentwickelt werden soll. Dieses Grundstück grenzt unmittelbar an eine gemeindliche Heidefläche mit wertvollen Pflanzenbeständen an und stellt eine hervorragende Ergänzung zu dieser Fläche dar.

Ein weiterer Grunderwerb gelang am Nordrand des Rieses in der Gemarkung Seglohe. Dort befindet sich die etwa 10 ha große Eitersberger Heide, eine Heidefläche auf Kalk-Mergel-Untergrund mit ebenfalls großer Bedeutung für den Naturschutz im Ries. Diese Heidefläche steht im Eigentum der Gemeinde Fremdingen. U.a. kommt dort noch die Herbstdrehwurz vor, eine bedrohte Orchideenart der Magerrasen im Ries.

 

Mangels einer geeigneten Pferchfläche musste der Schäfer in der Vergangenheit auf der Heide selbst den Nachtpferch aufschlagen mit entsprechend negativen Auswirkungen durch den Düngereintrag. Nunmehr gelang es dem Rieser Naturschutzverein eine angrenzende ca. 1,3 ha große Extensivwiese als Pferchfläche von einer privaten Erbengemeinschaft zu erwerben. Damit kann sich der Nährstoffhaushalt der Eitersberger Heide in den nächsten Jahren weiter deutlich verbessern mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Pflanzenwelt. Parallel zu diesem Grunderwerb plant die Gemeinde Fremdingen für dieses Jahr noch biotopverbessernde Maßnahmen. U.a. soll die Verbuschung weiter zurückgenommen werden und der Oberboden der bisherigen Pferchfläche abgetragen werden, um die Nährstoffe aus der Fläche zu entfernen.

 

Ackerwildkrautfläche bei Niederaltheim


 
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