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Pressemitteilung

 

Mit erfolgreichen Kooperationen den Naturschutz vorangebracht

Mitgliederversammlungen der Rieser Naturschutzvereine

 

 

Anlässlich der Mitgliederversammlungen der beiden Rieser Naturschutzvereine Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried und Rieser Naturschutzverein konnte Vorsitzender Johannes Ruf mehr als 100 Mitglieder und Gäste begrüßen. Neben dem hohen Engagement der Vorstandschaft und der ehrenamtlichen Helfer sowie zahlreicher Spender und Förderer trugen im Jahr 2012 Kooperationsprojekte zum Erfolg der Naturschutzarbeit im Ries bei.

 

Im Rahmen der vom Landkreis Donau-Ries, der BN-Kreisgruppe Donau-Ries und den Rieser Naturschutzvereinen getragenen Heide-Allianz Donau-Ries konnten vielfältige Heidepflege-maßnahmen in Zusammenarbeit mit Kommunen bewerkstelligt werden.  Ebenfalls konnten  Grunderwerbe  am Albuch bei Hürnheim und am Sabelberg zwischen Ziswingen und Kleinsorheim zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die heimischen Schäfereibetriebe und damit zum  Erhalt  des Lebensraums Magerrassen durchgeführt werden.

 

Ein weiteres  vom Bay. Naturschutzfonds und dem Europäischen Sozialfonds gefördertes Kooperationsprojekt mit dem Landratsamt Donau-Ries zur Betreuung von Wiesenweihen- und Wiesenbrütervorkommen  stünde kurz vor dem Projektstart , so Vorsitzender Johannes Ruf.

 

Mehr als bedenklich sei die Entwicklung in der  intensiv landwirtschaftlich genutzten  Kulturlandschaft der Rieser Ebene. Weitere Intensivierungen, die Zunahme des Maisanbaus, bei  gleichzeitigem Rückgang der  Großvieh haltenden Betriebe zu Gunsten der gewerblichen Biogaserzeugung bedroht die Bewohner der Kulturlandschaft. Ein Verdrängungswettbewerb zwischen Nahrungsmittelproduktion und Biogaserzeugung sei voll im Gange.  Zunehmende Bodenerosionsraten durch zunehmenden Maisanbau und Grünlandumbruch sei die Folge einer fragwürdigen  nicht nachhaltigen Landwirtschaftspolitik, die  den einzelnen Landwirt zu diesem Wirtschaften zwingt.

 

 Selbst der Feldhase sei in seinem Bestand stark rückläufig. Kurzfristige Bestandserholungen aufgrund guter Witterungsbedingungen in 2012 dürften über die Entwicklung nicht hinwegtäuschen. Viel propagierte Blühsaaten entlang von Maisfeldern brächten zwar optische Effekte für den Betrachter, aber nur ganz begrenzt Hilfe für die Bewohner des Offenlandes.

 

Erfolge seien im Naturschutz  weitgehend nur auf extensiv genutzten Flächen zu erzielen oder dort, wo wirksame  Artenschutzmaßnahmen mit mitwirkungsbereiten Landwirten umgesetzt werden.

 

Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit, Exkursionen und die traditionellen Landschafts-pflegemaßnahmen konnte  wieder  viel Positives erreicht werden.

Große Erfolge konnten im Wiesenbrüterschutz verbucht werden. Die vereinseigenen Schutzgebiete  gewännen als Rückzugsgebiete für bedrohte Pflanzen und Tiere immer mehr an Bedeutung.

 

Von soliden Vereinsfinanzen berichteten die Kassenwarte  Erich Rieder und Ulrike Prüschenk. Beide Vereine zusammen konnten wiederum rund 94% ihres Etats in die Schutzgebiete, Landschaftspflege und Artenschutz  investieren, da alle Vorstandsmitglieder ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung  arbeiten.

 

Zum  positiven finanziellen Ergebnis  hätten Förderzuschüsse der  vereinseigenen Förderstiftungen Rieser Naturstiftung und Rieser Heidepflegestiftung  neben öffentlichen Zuschüssen wesentlich beigetragen, so die Kassenwarte.

Nach der Entlastung der Vorstandschaften bildeten Vorträge von Konrad Bauer über den Wiesenweihenschutz im Ries und  von Jürgen Scupin über den Vogel des Jahres, die Bekassine, den Abschluss der Veranstaltungen.

 

 
 

Für herausragende Verdienste um den Naturschutz im Ries und die beiden Rieser Naturschutzvereine

wurde Helmut Partsch zum Ehrenmitglied der Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried ernannt.

(v.l.n.r. Stv. Vorsitzende Hermann Häfele und Jürgen Scupin, Ehrenmitglied Helmut Partsch und Vorsitzender Johannes Ruf)

 

 
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