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Eine Stiftung für die Natur im Ries

 
Rieser Naturstiftung" gegründet
 

Mit der Überreichung der Anerkennungsurkunde durch Regierungspräsident Ludwig Schmid erlangte die von der Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried und dem Rieser Naturschutzverein ins Leben gerufene „Rieser Naturstiftung“ ihre Rechtsfähigkeit. Damit kann die bayernweit erste von lokalen Naturschutzvereinen errichtete Naturschutzstiftung ihre Arbeit aufnehmen.

 

Drastische Sparmaßnahmen der Bay. Staatsregierung, die auch den Naturschutzbereich mit dem Landschaftspflegeprogramm und verschiedenen Artenhilfsprojekten empfindlich trafen, motivierte die Vorstandschaften der beiden Rieser Naturschutzvereine nach alternativen und nachhaltigen Möglichkeiten zu suchen, die Bemühungen um den Erhalt des Rieser Naturerbes finanziell auf Dauer zu sichern. Als geeignetes Finanzierungsinstrument sahen die Vorstands- mitglieder die Rechtsform einer Stiftung an, bei der aus Erträgen eines unantastbaren Stiftungskapitals Projekte nachhaltig und langfristig gefördert werden können.

 

Erfahrungen auf überregionaler Ebene zeigen, dass naturverbundene Menschen mit Schenkungen oder letztwilligen Verfügungen gerne eine Stiftung unterstützen, die über den Alltag hinaus projektbezogene Naturschutzarbeit oder ein Engagement in einem bekannten Naturraum auf Dauer fördert. Die Rieser Naturstiftung soll daher eine Alternative zu den überregional tätigen Naturschutzstiftungen bieten, die sich erfolgreich und beispielhaft um den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt in Afrika, Südamerika, Europa oder auch in Ostdeutschland kümmern.

 

Die Stiftung will mit dazu beizutragen, die in Mitteleuropa einmalige Rieslandschaft mit ihrer Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten und zu pflegen. Die Erträge des Stiftungsvermögens sollen für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege verwendet werden.

Schwerpunkt der Förderung wird die Pflege von teilweise landesweit bedeutsamen Streuwiesen mit ihren sensiblen Lebensgemeinschaften sein. Aber auch die Pflege der für das Ries charakteristischen Juraheiden oder die Verbesserung der Lebensbedingungen wiesenbewohnender Arten stehen auf der Förderliste der Stiftung.

Die absehbare weitere Intensivierung der Landnutzung auf Standorten mit guten Produktionsbedingungen durch immer großflächigere Bewirtschaftung, bei gleichzeitigem Brachfallen von Flächen auf Grenzertragsböden, wird für die in ihrer Existenz bedrohten Bewohner nur extensiv genutzter Flächen die Erarbeitung und Umsetzung von Schutzkonzepten erforderlich machen.

 

Begünstigt durch Änderungen im Stiftungs- und Steuerrecht haben Stiftungen in den vergangenen Jahren eine Renaissance erlebt. Mit der Gründung der „Rieser Naturstiftung“ sollen die 35 Jahre währenden Aktivitäten der Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried und des Rieser Naturschutzvereins im Natur- und Artenschutz im Ries abgesichert werden, und gleichzeitig neue Spielräume für die anstehenden zukünftigen Aufgaben geschaffen werden.

 

Nördlingen, 20.11.2004

 

Vorstandsmitglieder unserer beiden Vereine bei der Überreichung der Anerkennungsurkunde durch

Regierungspräsident Ludwig Schmid.

Von links: Heinrich Greiner, Hermann Häfele, Manfred Sittner, Johannes Ruf, Regierungspräsident Ludwig Schmid,

Uwe Dolzer, Jürgen Scupin


 

 

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