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Pflegearbeiten im Tiefental und am Sabelberg

Gemeindeübergreifende Heidepflege


 

Nach einer Heidepflege im Tiefental zwischen Schmähingen und Hürnheim in Kooperation mit der Stadt Nördlingen und der Gemeinde Ederheim Mitte Oktober fand am vergangenen Wochenende eine Heidepflege am Sabelberg zwischen Ziswingen und Kleinsorheim statt. Die Vereine wurden bei der Organisation und Abwicklung fachlich und organisatorisch unterstützt von der Heide-Allianz Donau-Ries, die von beiden Organisationen mit ins Leben gerufen wurde.

 

Im Tiefental zwischen Schmähingen und Hürnheim lief 2012 der Pachtvertrag einer schon länger vom Rieser Naturschutzverein erworbenen Ackerfläche, einem Grenzertragsstandort, aus (wir berichteten). Nach intensiven Pflegemaßnahmen soll diese Ackerfläche nun in die Heidelandschaft am Fuße des Albuch integriert werden. Die Beweidbarkeit der umgebenden Flächen durch den dort aktiven Schäfereibetrieb wird durch die abgeschlossene Entbuschungsmaßnahme erleichtert und damit das Gebiet ökologisch deutlich aufgewertet. „40 freiwillige Helfer der Vereine waren bei den abschließenden Aufräumarbeiten im Einsatz“, berichtet der Vorsitzende beider Vereine, Johannes Ruf. Oberbürgermeister Hermann Faul dankte den Helfern bei einem Kurzbesuch für Ihr Engagement. Der Albuch mit dem Tiefental gehört zu den 10 bedeutendsten und größten, zusammenhängenden  Magerrasenflächen des Landkreises Donau-Ries.

 

Am Sabelberg zwischen Ziswingen und Kleinsorheim gelang es dem Rieser Naturschutzverein in Kooperation mit den Gemeinden Möttingen und Mönchsdeggingen einen fast 2 ha großen,  teilweise brach gefallenen Heiderest in gemeinnütziges Eigentum zu überführen.

Da das Gebiet noch über einen großzügigen Zugang über einen historischen Schaftrieb verfügt, soll diese Fläche wieder in das bestehende Beweidungssystem integriert werden.

35 freiwillige Helfer waren bei widrigen Witterungsbedingungen am vergangenen Wochenende  im Einsatz, um auf dem Magerrasen aufgekommene Jungbäume und ausufernde Sträucher mit Unterstützung eines Landschaftspflegeunternehmens zurückzudrängen. Ziel der Pflegemaßnahme ist es, die Beweidungsfähigkeit der Fläche zu verbessern und damit eine effektive Wiederbeweidung durch einen Schäfereibetrieb in die Wege zu leiten. Gleichzeitig stellen die Maßnahmen einen Beitrag zum Erhalt der an die Beweidung angepassten wertvollen Tier- und Pflanzenarten der Rieser Magerrasen dar.

 

Die Heide-Allianz Donau-Ries hat sich zum Ziel gesetzt, neben den großen Magerrasen auch kleinere Magerrasenreste durch Pflegemaßnahmen und Wiederbeweidung zu sichern.

Sie stellen häufig wichtige Trittsteine und Teile von Biotopverbundsystemen dar, ohne die das Ries landschaftlich und ökologisch wesentlich ärmer wäre.

Der Geschäftsführer der Heide-Allianz Donau-Ries, Werner Reißler, nahm an beiden Pflegemaßnahmen aktiv teil und zeigte sich beeindruckt über den ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder für die Natur und Landschaft des Rieses. Er dankte den Helfern im Namen der Heide-Allianz und des Landkreises und betonte die Bedeutung der kommunalen, amtlichen sowie freiwilligen Aktivitäten für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Die Magerrasen im Landkreis Donau-Ries sind teilweise von landesweiter Bedeutung für den Artenschutz, was Pflanzenvorkommen , aber auch Vorkommen von verschiedensten spezialisierten, wärmebedürftigen Insektenarten angeht, die an die extensive Nutzung durch Schafbeweidung angepasst und auf diese angewiesen sind, betonte Vorsitzender Johannes Ruf.

 

Finanziell gefördert werden die Pflegearbeiten durch die Sparkassen Nördlingen und Donauwörth sowie über Zuschüsse nach den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien der Regierung von Schwaben , kofinanziert aus Mitteln der EU (ELER).

 

Die Organisation der Pflegemaßnahmen, die vor allem  durch das Büro Weiß & Weiß, durchgeführt wird, wird vom Bayerischen Naturschutzfonds unterstützt.

 

 

Blick vom landschaftsprägenden Tiefental auf den südlichen Riesrand (Bild: Kurt Kroepelin)

 

 

Nördlingens OB Faul im Gespräch mit  Johannes Ruf und Werner Reißler, sowie weiteren Aktiven beim Pflegeeinsatz „Tiefental“. ( Bild: Heidi Källner)

 

 

Freiwillige Helfer im Einsatz im Tiefental (Bild: Heidi Källner)

 


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