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Pflege für den bedrohten Lebensraum Wacholderheide
 
Landschafspflegemaßnahmen bei Hürnheim und Holheim
 

Nördlingen(pm) Zum Abschluss der herbstlichen Landschafspflegesaison hatten die beiden Rieser Naturschutzvereine Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried und Rieser Naturschutzverein an zwei Samstagen zu Heidepflegemaßnahmen an den Niederhäuser Berg bei Hürnheim und an den Nordhang des Riegelberges zwischen Holheim und Utzmemmingen eingeladen. Zahlreiche freiwillige Helfer waren der Einladung gefolgt.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ederheim stand zunächst die Pflege des Niederhäuser Berges auf dem Programm. Nach einer aufwändigen Erstpflege, die ebenfalls von den Rieser Naturschutzvereine unterstützt wurde, stand dieses Jahr eine Nachpflege an. Naturwächter Josef Bäurle mit Helfern hatte mit der Motorsense aufkommenden Schlehen- und Rosenbewuchs abgemäht. Den rund 50 Helfern kam die Aufgabe zu, das abgemähte Material aus den Heideflächen zu entfernen, um diese für die Landschaftspfleger der Heide, die Schafe, frei zu machen. Denn nur eine intensive Beweidung zur Schafe und Ziegen garantiert dem über Jahrhunderte durch extensive Nutzung entstandenen Lebensraum dessen Überleben. Zahlreiche Pflanzen und Tierarten haben sich an diese „Bewirtschaftungsform“ angepasst. Durch rückläufige Schafbestandszahlen werden Pflegemaßnahmen durch den Menschen in immer kürzeren Abständen erforderlich. Bürgermeister Karl-Heinz Stegmeier aus Ederheim dankte den über 50 erschienenen Helfern für deren ehrenamtlichen Einsatz im Ortsteil Hürnheim.

Pflege des Riegelbergs

Zwischen Holheim und Utzmemmingen folgte in Zusammenarbeit mit der Stadt Nördlingen und dem Fortsamt Bopfingen eine weitere Heidenachpflege. Revierförster Otto Powarcinsky hatte nach Abspache mit Jagdpächter Heinz Schenkenhofer sowie Stadtrat Dr. Josef Schormüller, die beide tatkräftig selbst mit Hand anlegten, und Hermann Häfele von Seiten der Stadt Nördlingen, die Heidepflegemaßnahme mit einem Trupp an Helfern vorbereitet.
Nach einer Erstpflege vor ca. 8 Jahren war eine Nachpflege dringend erforderlich geworden.
Über 40 ehrenamtliche Helfer hatten sich trotz windigem und kühlem Wetter eingefunden, um sich für die Heideflächen am Riegelberg einzusetzen.
Nach fast dreistündiger Arbeit war das Ziel erreicht: Die abgesägten Büsche waren so zusammengetragen, dass sie von einem Forstfahrzeug aus der Heidefläche zu einem Häckselplatz transportiert werden konnten. Geschreddert erfüllt das Material noch einen guten Zweck: Es kann als Hackschnitzel energetisch genutzt werden. Die Heidefläche ist für den Schäfer mit seiner Schafherde wieder übersichtlich und gut beweidbar.
Ein traditionelles Hammelgulaschessen schloss die diesjährige Pflegesaison der beiden Rieser Naturschutzvereine ab. Revierförster Otto Powarcinsky , Stadtrat Dr. Josef Schormüller und der ehemalige Leiter der Naturschutzsstelle Nordwürttemberg, Dr. Hans Mattern dankten den Helfern der von Vorsitzendem Johannes Ruf angeführten Rieser Naturschutzvereine für ihr Engagement. Bei Einsatz bezahlter Kräfte wäre eine Pflege der Nördlinger Heideflächen rund um Holheim, Schmähingen und Herkheim kaum finanzierbar.
Die unter dem Dach der Rieser Naturstiftung angesiedelte Rieser Heidepflegestiftung fördert mit einen Zuschuss aus den Erträgen des Stiftungskapitals die angefallenen Maschinenkosten als Beitrag zum Erhalt dieser wertvollen landschaftsprägenden „Rieser Wachholderheiden“.

 

 

 

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