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Weiteres Wiesenbrüterschutzprojekt im Nördlinger Ries
 

Naturschutzfonds fördert Engagement der Rieser Naturschutzvereine

 

Nördlingen/Wemding( p.m.)Der Bayerische Naturschutzfonds wird im Nördlinger Ries ein weiteres Wiesenbrüterschutzprojekt der Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried fördern. Der Stiftungsrat des Bayer. Naturschutzfonds bewilligte in seiner jüngsten Sitzung Zuschussmittel für den Ankauf von Grundstücken, für ein Projektmanagement und für ein Pflege- und Entwicklungskonzept. In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, dem Amt für ländliche Entwicklung und dem amtlichen Naturschutz sollen im Vorfeld und während des Flurneuordnungsverfahrens in Alerheim ein Bündel an Maßnahmen zum Schutz von Wiesenbewohnern umgesetzt werden.

 

Nach dem Großprojekt in den Pfäfflinger Wiesen fördert damit der Bayer. Naturschutzfonds ein weiteres Wiesenbrüterschutzprojekt im Nördlinger Ries. Die Wiesen zwischen Deiningen und Alerheim stellen neben den Pfäfflinger Wiesen den bedeutendsten Lebensraum für Wiesenbewohner im Ries dar. Dieser Lebensraum beherbergt aktuell 8 Brutpaare des Großen Brachvogels. Daneben brüten noch ca. 30 Brutpaare des Kiebitzes und mehrere Brutpaare der Grauammer. Wegen der hohen Bedeutung für den Wiesenbrüterschutz in Bayern wurde das Gebiet Deiningen-Alerheim von der bayer. Staatsregierung als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen.

 

Die weiter fortschreitende Intensivierung in der Landnutzung stellt für wiesenbewohnende Vogelarten eine akute Bedrohung dar, da der Brut- und Fortpflanzungsrhythmus der meisten Wiesenbewohner nicht mehr im Einklang steht mit den Bewirtschaftungsrhythmen der Landwirtschaft.

 

Im Rahmen des Projektes sollen mehrere Wiesenbrüterkernzonen im Wiesenbrütergebiet Deiningen-Alerheim eingerichtet werden. Daneben ist vorgesehen, im Wörnitztal zwischen Rudelstetten und Wörnitzostheim einen weiteren Nahrungsplatz für den Weißstorch und einen Rast- und Nahrungsplatz für durchziehende Wiesenbrüterarten anzulegen.

 

Durch den Strukturwandel frei werdende Wiesenflächen im Natura 2000-Gebiet können nun in begrenztem Umfang in gemeinnütziges Eigentum überführt werden. Diese Flächen werden dann durch Wasserrückhaltung, Anlage von Flachmulden und den Lebensansprüchen der Wiesenbewohner entgegenkommende Pflege optimiert werden. Im Rahmen des Bayer. Vertragsnaturschutzprogramms können sich die Landwirte mit Eigentumsflächen im Gebiet auf freiwilliger Basis am Projekt beteiligen und auch wie bisher an der Pflege der Wiesenbrüterflächen mitwirken. Das anlaufende Flurneuordnungsverfahren in der Gemarkung Alerheim bietet die passende Gelegenheit, nicht nur die Produktionsbedingungen für die Landwirtschaft, sondern auch die Lebensbedingungen für Wiesenbewohner entscheidend zu verbessern.

 

Der Schutz des Lebensraums wiesenbrütender Vogelarten erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, wie sie seit mehr als 25 Jahren im Wiesenbrüterschutz im Ries praktiziert wird und auch in Zukunft zum Nutzen der Natur fortgeführt werden soll.

 

 

 

Großer Brachvogel : Ein weiteres Wiesenbrüterschutzprojekt im Ries soll auch  sein Überleben sichern helfen.

(Bild: Helmut Partsch)

 

 
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