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Fortschritte im Naturschutzprojekt
 

Rieser Naturschutzvereine ziehen Bilanz

 

Alerheim/Nördlingen(pm) Zahlreiche Gäste konnte Vorsitzender Johannes Ruf anlässlich der Mitgliederversammlungen der Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried in Alerheim und des Rieser Naturschutzvereins in Nördlingen begrüßen und auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. Die Bürgermeister Sulzbach (Nördlingen) und Ament (Alerheim) würdigten in ihren Grußworten die Naturschutzarbeit der Vereine, die die Kommunen angesichts knapper Kassen nicht in diesem Umfang schultern könnten.


Planmäßig verlaufen seien die Grunderwerbe im Rahmen des Naturschutzprojektes „Wiesenbrüterschutz in den Pfäfflinger Wiesen“, so Vorsitzender Johannes Ruf. Mit Unterstützung des Bayerischen Naturschutzfonds und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt erwarben die beiden Vereine im Jahr 2003 mehrere Grundstücke im Wiesenbrütergebiet selbst und einige Ackerflächen außerhalb als Tauschgrundstücke. Die anlaufenden Flurneuordnungsverfahren in Pfäfflingen, Löpsingen und Wechingen böten die einmalige Gelegenheit, in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten notwendige und wünschenswerte Schutzmaßnahmen in dem bayernweit einmaligen Wiesenbrütergebiet umzusetzen.

Im Ortsteil Bühl der Gemeinde Alerheim erwarb die Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried zwei Grundstücke, die nach entsprechenden Gestaltungsmaßnahmen die Nahrungsgrundlage für den Weißstorch im Wörnitztal verbessern helfen sollen.
Einen weiteren Schwerpunkt des abgelaufenen Vereinsjahres bildete die Öffentlichkeitsarbeit. In über 30 Führungen und Vorträgen wurden einer breiten Öffentlichkeit die Anliegen der Vereine nahe gebracht.

Die wissenschaftlich tätigen Arbeitskreise der Vereine setzten ihre Aktivitäten im Jahr 2003 erfolgreich fort. Bestandsaufnahmen bei Pflanzen, Vögeln, Reptilien und Amphibien wurden fortgeführt. Die Brutbedingungen für Schleiereule und Co. wurden durch Anbringung spezieller Nistkästen verbessert. Auch die Betreuung von Pflanzenstandorten, die Betreuung der Besucher im Wemdinger Ried und die Amphibienschutzaktion im Röhrbachtal liefen erfolgreich ab.

Sorge bereite, so Vorsitzender Johannes Ruf, der teilweise wenig sensible Umgang mit der in Mitteleuropa einmaligen Rieslandschaft. Waren es 2003 und in den Vorjahren Windkraftwerksplanungen an ungeeigneten Standorten, laufen derzeit Planungen, einen 30 ha umfassenden Solarpark im Zentrum des Rieses genau dort zu errichten, wo vor 15 Millionen Jahren der Riesmeteorit einschlug.

 
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