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Pressemitteilung
 

Hoher Besuch in den Pfäfflinger Wiesen

 

 

Im Rahmen der Bayerischen Naturschutztage, einer Zusammenkunft aller bayerischen Fachkräfte für Naturschutz aus den Bayerischen Landratsämtern und kreisfreien Städten, Bezirksregierungen, dem Umweltministerium und diverser Fachbehörden (z.B. dem Landesamt für Umwelt) in Nördlingen, wurde auch eine Exkursion im Ries angeboten. Ein großer Teil der Sitzungsteilnehmer entschied sich für diese Tour aus drei angebotenen Veranstaltungsfahrten im Landkreis Donau-Ries. Ziele im Ries waren die Pfäfflinger Wiesen, die Alerheimer Biogasanlage sowie der Riegelberg. Dort wurde das im Landkreis laufende Heideprojekt vorgestellt.

 

Erster Stopp der Fachleute im Ries waren die Pfäfflinger Wiesen. Dort wurde das Projekt „Wiesenbrüter-Lebensraum Pfäfflinger Wiesen“ des Rieser Naturschutzvereins und der Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried in Augenschein genommen.

 

Nach einführenden Worten von Werner Reißler, Untere Naturschutzbehörde Donau-Ries,

hatten die Projektleiter Johannes Ruf und Jürgen Scupin ausführlich Gelegenheit den Teilnehmern das Projekt, das parallel zu der Flurbereinigung Pfäfflingen/Wechingen geführt wurde, vorzustellen.

 

Die Pfäfflinger Wiesen, als eines der bedeutendsten Wiesenbrütergebiete Bayerns sollen über das Projekt der beiden Vereine gesichert werden. Weiterhin sollen Möglichkeiten geschaffen werden, das Gebiet für die Vogel- und Pflanzenwelt weiter zu optimieren. Zu wesentlichen Teilen wurde das Projekt vom Bayerischen Naturschutzfonds, einer Stiftung des Öffentlichen Rechts, sowie von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, einer Stiftung, die auf den Spendensammlungen von Prof. Grzimek basiert, gefördert.

 

Herr Georg Schlapp, stellv. Vorstand des Bayerischen Naturschutzfonds, ließ es sich nicht nehmen, vor Ort anzusehen, was der Rieser Naturschutzverein und die Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried mit „seinen“ Mitteln erreicht haben. Auch Günter von Lossow, als Leiter der Bayerischen Vogelwarte in Garmisch-Partenkirchen, lies sich gerne die Pfäfflinger Wiesen zeigen, die er sonst nur aus den jährlichen Wiesenbrüterberichten von Johannes Ruf  kennt.

 

Vorsitzender Johannes Ruf und stellv. Vorsitzender Jürgen Scupin berichteten über die hervorragende Zusammenarbeit mit der örtlichen Landwirtschaft, sowohl bei der Umsetzung der Pfäfflinger Flurbereinigung, als auch bei der Bewirtschaftung der Flächen. Ein vielfältiges Mosaik von  Mähzeitpunkten soll die Attraktivität des Gebietes für Brachvogel und Kiebitz erhöhen.

 

Großes Interesse der Fachleute aus ganz Bayern fanden die Gestaltungen im Gebiet. Alte Mulden, die schon seit Jahren Kiebitze, Frösche und Libellen anziehen, sowie frisch gebaggerte Biotope, sehr flach ausgehoben und maschinell mähbar, konnten gezeigt werden.

 

Günter Riegel und Ralf Schreiber von der Regierung von Schwaben ergänzten mit Informationen zur Bedeutung des Gebietes im Hinblick auf die Flora und gaben Hinweise zu weiteren Planungen im Gebiet (Besucherlenkung, Managementplan).

 

Abschließend würdigten die Teilnehmer das zeitliche und finanzielle Engagement der beiden Rieser Vereine, und mancher Experte zeigte sich sehr verwundert, dass dieses große Erfolgsprojekt nur in ehrenamtlicher Leitung und Umsetzung erfolgt ist. Abschließend konnten Johannes Ruf und Jürgen Scupin den Applaus für Ihre  Arbeit und den Wunsch nach weiterhin erfolgreichem Wirken entgegen nehmen. 

 
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