Sollte der linke Navigations Frame fehlen, dann klicken Sie hier


 
Streuwiesenpflege erfolgreich abgeschlossen
 

40 Hektar Streuwiesen wurden gemäht und abgeräumt

 

 
um das Foto vergrößert zu sehen, klicken sie auf das Bild um das Foto vergrößert zu sehen, klicken sie auf das Bild um das Foto vergrößert zu sehen, klicken sie auf das Bild

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer arbeiten

bei der Streuwiesenpflege mit

Landwirte führen gegen Kostenersatz die Maschinenarbeiten durch

 

Anfang Mai verwandeln verschiedene Orchideenarten die Streuwiesen stellenweise in ein phantastisches Blütenmeer


Streuwiesen entstanden durch die extensive Nutzung von Niedermooren durch den Menschen. Über Jahrhunderte hinweg fand der Aufwuchs der Streuwiesen als Stalleinstreu in der Landwirtschaft Verwendung: Nach den Erntearbeiten auf den Feldern wurden die Streuwiesen im Herbst abgeräumt und die getrocknete Streu abgefahren. Auch ohne Düngung gab es jedes Jahr zuverlässige „Erträge“.

Streuwiesen beherbergen eine Vielzahl an Pflanzen- und Tierarten, die sich an die extensive Nutzung angepasst haben.
Mit der Einführung der Schwemmentmistung Mitte der 60er Jahre wurden Streuwiesen entbehrlich und wo es technisch möglich war, wurden die Flächen entwässert und in Ackerland oder Grünland umgewandelt. Ab 1970 hat die Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried und der Rieser Naturschutzverein die verbliebenen Flächen in deren gemeinnütziges Eigentum überführt und so vor dem Untergang bewahrt.
Um den Lebensraum Streuwiese zu erhalten, muss die extensive Nutzung weitergeführt werden. In den Monaten September und Oktober werden die Streuwiesenflächen durch die Vereine in Zusammenarbeit mit Landwirten und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern abgemäht und abgeräumt. Die anfallende Streu wird kompostiert und zur Bodenverbesserung auf Ackerflächen ausgebracht.
In den letzten Wochen wurden ca. 40 Hektar Streuwiesen gepflegt und für die kommende Vegetationsperiode optimal vorbereitet.
Die Streuwiesengebiete im Ostries haben aufgrund ihres guten Pflegezustandes überregionale, teilweise landesweite Bedeutung für den Artenschutz.
Die bedeutendsten Flächen finden sich im Wemdinger Ried, am Riedgraben bei Laub und bei Kreut und im Schwalbtal.

Nördlingen, 01.10.2002

zurück