Gebietsbetreuung Nördlinger Ries

 
  Vor 14,5 Millionen Jahren schlug ein Asteroid im heutigen Gebiet des Nördlinger Rieses ein. Durch die geologischen und geomorphologischen Prozesse nach dem Ries-Impakt finden sich heute vielfältige Ausgangssituationen für mannigfache Biotope im Nördlinger Ries, die damit sehr unterschiedlichen Arten einen Lebensraum bieten. Durch die Ablagerung von Löss während der Eiszeit sind die Böden im Nördlinger Ries sehr fruchtbar und werden zu einem großen Teil ackerbaulich genutzt.  
     
  Wiesengebiete im Nördlinger Ries – Lebensraum für Großen Brachvogel und Kiebitz  
 

Das Nördlinger Ries beherbergt das größte Vorkommen des Großen Brachvogels in Schwaben. In vielen der Wiesengebiete im Ries ist der Schnepfenvogel beheimatet. Durch verschiedene Faktoren wie Beutegreifer und frühe Mahd bleibt der Bruterfolg des Wiesenbrüters oft gering und der Brachvogel wird daher auf der Roten Liste als vom Aussterben bedrohte Art geführt. Um dem seltenen Vogel zu einer erfolgreichen Brut zu verhelfen, ermittelt die Gebietsbetreuerin in den Wiesenbrütergebieten bei Deiningen/Alerheim,  nordwestlich von Munningen und in den Heuberger Wiesen die Gelegestandorte. So kann sie auf die Bewirtschafter zugehen und individuelle Vereinbarungen zum Gelegeschutz abstimmen. Dazu zählen zum Beispiel das Aufstellen von Elektrozäunen gegen den Fuchs und das Verschieben des Mahdzeitpunktes bis zum Flüggewerden der Jungvögel.

Auch beim Kiebitz ortet die Gebietsbetreuerin die Gelegestandorte und schließt mit den Bewirtschaftern Vereinbarungen ab, die den Schutz der Gelege bei der Bewirtschaftung sicherstellen. Diese gute Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz  ist Voraussetzung für einen Erfolg im Wiesenbrüterschutz.

 

Weitere Informationen zur Gebietsbetreuung in Bayern finden Sie unter www.gebietsbetreuer.bayern

 

 
 

 
 

 

Judith Kronberg

Landratsamt Donau-Ries

Landespflege

Pflegstr. 2

86609 Donauwörth

Tel.: 0906 74-302

Mobil: 0172 7122421

E-Mail: Judith.Kronberg@lra-donau-ries.de

 

 
     
   
 

Gelegeschutz beim Großen Brachvogel mittels Elektrozaun

(Foto: J. Kronberg)

 
     
   
 

Schutz eines Kiebitznestes durch Markierung. Der Landwirt spart das Gelege bei der Bewirtschaftung aus und vermeidet so dessen Zerstörung.

(Foto: J. Kronberg)